Porto

Von | 13/03/2025

Porto war eigentlich nicht der Plan. Wir standen in Valladolid in Zentralspanien, als die Wettervorhersagen für Spanien immer schlechter wurden und wir uns daher für einen Abstecher nach Portugal entschieden, statt unsere Reise in Richtung Sevilla fortzusetzen. Porto war einer der Orte, die wir ein Jahr vorher besuchen wollten, was da aber am schlechten Wetter in Portugal scheiterte. Dafür klappte es dieses Mal. Die Aussichten für die nächsten Tage waren sonnig und so peilten wir den Campingplatz Canidela in Vila Nova de Gaia an.

Die Stellplätze hier sind klein und das Sanitärgebäude veraltet, weshalb man besser im Sanitärtrakt des Schwimmbads duschen geht. Als wir ankamen regnete es noch und die Plätze waren aufgeweicht. Das besserte sich aber schnell und wir konnten die Vorteile des Platzes erkunden.

Der Platz liegt direkt an der Küste und in der Nähe einiger schöner Strandbars und Restaurants. Uns hat insbesondere die entspannte Atmosphäre im Aqua am Strand gut gefallen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass man Porto sowohl mit Fahrrad als auch mit dem Bus bequem und in weniger als einer halben Stunde erreichen kann.

Porto

Porto erscheint ein wenig wie die kleine Schwester von Lissabon. Sie liegt ebenfalls an einem Fluss (Douro), der in den Atlantik mündet. Es gibt ebenso spektakuläre Brücken über den Fluss, und selbst eine alte Straßenbahn verkehrt hier. Alles ist nur etwas kleiner, Porto erstreckt sich über 41 qkm, Lissabon über 100 qkm, Porto hat 232.000 Einwohner, Lissabon 545.000, der Douro ist 895 km lang, der Tejo 1.007 km.

Die meisten Sehenswürdigkeiten in Portos Altstadt lassen sich leicht zu Fuß erkunden, ein Vorteil der „kleinen“ Schwester. Auf dem Foto oben sieht man den Torre dos Clerigos im Hintergrund, den mit 76m höchsten Kirchturm in Portugal, der die Glocken der eher kleinen Clerigos-Kirche beherbergt.

Spektakulär kommt der Bahnhof Sao Bento daher mit seiner stuckbehafteten Bahnhofshalle, die auch Wandbilder mit den berühmten blauen Wandfliesen, den Azulejos,  aufweist und so zu einem echten Hingucker wird. Ach ja – Züge fahren hier auch noch.

Apropos Azulejos: Diese Kirche heißt Capela das Almas de Santa Catarina und liegt an der Einkaufsstraße und Fußgängerzone Rua de Santa Catarina. In dieser Straße findet man überwiegend die Filialen großer Ketten.

Nur ein Block entfernt befindet sich eine der ältesten Einkaufsstätten der Stadt, der Mercado do Bolhao. Dieser Lebensmittelmarkt existiert seit 1839, das heutige Gebäude wurde 1914 erbaut.

Von hier aus gehen wir vorbei am Bahnhof Sao Bento in die Rua das Flores, einer stimmungsvollen Einkaufsstraße mit kleinen Geschäften, Cafes und Restaurants.

Die Rua das Flores führt uns in Richtung des Platzes Praca do Infante D. Henrique, der nur einen Block vom Fluß Douro entfernt ist. An diesem Platz liegen die auffällig rote ehemalige Markthalle Mercado Ferreira Borges sowie die Börse von Porto.

Dreht man sich um und von der Markthalle weg, dann kann man durch eine kleine Straße hindurch den Douro erkennen, zu dem wir jetzt hinunter gehen. Hier am geschäftigen Ufer des Douro wird es Zeit für eine Stärkung mit Aussicht.

Sehr gut gegessen haben wir im Restaurant Muro do Bacalhau, das ein paar Tische direkt an der Mauer zum Douro stehen hat, von denen aus man einen fantastischen Ausblick auf den Fluß, das gegenüberliegende Ufer  und eine weitere Sehenswürdigkeit Portos genießt, die Stahlbrücke Ponte Luis I, die oben von Straßenbahn und Fußgängern benutzt wird und unten von Autos, Fahrrädern und Fußgängern. Es herrscht aber kein starker Autoverkehr, da die Brücke längst keine wichtige Verbindung mehr für Autos darstellt. Als Fußgänger kann man übrigens den Douro auch auf kleinen Fähren überqueren und erhält dabei einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Mit diesem Blick lassen wir den Tag ausklingen und machen uns auf den Weg zurück zum Camping Canidelo. Die weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt verwahren wir uns für eine spätere Rückkehr nach Porto. Am nächsten Tag geht es weiter nach Spanien in Richtung Conil de la Frontera.

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